Mit Frauenpower in eine bessere Zukunft. 

“Das Projekt ist gut konzipiert und die Teammitglieder sind sehr engagiert und erfahren. Ich habe jede Menge praktische Erfahrung gesammelt und konnte vieles direkt umsetzen. Ich kann jeder Frau empfehlen, sich den Gruppen des Projekts anzuschließen.”

Mariam Jonas (29)

Bäuerin

Die 29-jährige Mariam Jonas lebt mit ihrer fünfköpfigen Familie im Dorf Kikombo, Tansania. Aufgrund des geringen Niederschlags reichte der Ertrag ihrer drei Hektar Land gerade aus, um die Familie zu ernähren. Lediglich vereinzelt konnte sie Überschüsse am Markt verkaufen.

Nachdem Mariam sich dem DWABI Projekt von ICEP und der lokalen gemeinnützigen Entwicklungs-NGO SAT (Sustainable Agriculture Tanzania) anschloss, konnte sie sich Wissen über ökologische Anbaumethoden, Gärtnerei und Unternehmertum aneignen. Sie konnte ihre landwirtschaftlichen Erträge steigern und am Markt gewinnbringend verkaufen.

Als Vorsitzende der Ukombozi-Gruppe des Projektes übernahm sie viele Aufgaben, entwickelte Führungsfähigkeiten und machte ihre Betriebsgröße für die gesamte Gruppe nutzbar. Sie legte einen Einzelgarten an und leitete einen Gruppengarten. Mit dem zusätzlichen Gewinn eröffnete Mariam dann eine Kaninchenzucht. Durch ein Darlehen der Spar- und Leihgruppe (SSLG) konnte sie landwirtschaftliche Betriebsmittel kaufen und Arbeitskräfte für die Landwirtschaft bezahlen.

Obwohl Tansania über fruchtbares Ackerland, verschiedene Klimazonen und zahlreiche Wasserquellen im ganzen Land verfügt, werden nur 24% der gesamten für die Landwirtschaft geeigneten Landflächen genutzt. Die meisten bewirtschaften ihre kleinen Landwirtschaftsbetriebe (1-3 ha) mit traditionellen niederschlagsabhängigen Anbaumethoden, mittels Handhacken und Zugtiere. Nur ein Drittel der Bauern und Bäuerinnen verkauft die Erträge am Markt. Der Rest betreibt Subsistenzwirtschaft. Obwohl Frauen in dieser kleinbäuerlichen Landwirtschaft die Hauptverantwortung für die Produktion von Nahrungsmitteln und den Haushalt haben, ist ihr Einfluss auf die Verwendung des erwirtschafteten Einkommens marginal.

Um die Situation für Frauen zu verbessern, arbeitet ICEP mit der lokalen gemeinnützigen Entwicklungs-NGO SAT (Sustainable Agriculture Tanzania) zusammen. Frauen in Bauernfamilien erhalten Schulungen und Ausbildungen zu ökologischen Anbaumethoden, Buchhaltung, Handel und Finanzierung. Diese einkommensschaffenden Aktivitäten tragen nicht nur zur Ernährungssicherheit der gesamten Familie bei. Der höhere Ertrag bietet den Familien darüber hinaus die Möglichkeit ihre Produkte zu verkaufen, was in weiterer Folge neue Arbeitsplätze schafft.

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