Neun Jahre Berufsausbildung in Ostafrika: Erfolgsbilanz und Ausblick

Mit den Programmen „Skills and Work are East Africa’s Resource“ und “Gender Equality in Training” unterstützt ICEP seit 2015 den Ausbau und die Stärkung der Berufsbildungslandschaft Ostafrikas. Nach neun Jahren Laufzeit kommt das Projekt zu einem vorläufigen Ende. Zeit für ein Resümee.

Evaluation des Projekts im April 2024

Im Rahmen eines Seminars vom 24.-26. April in Kampala, Uganda, wurde ein Resümee des Programms gezogen. Das Seminar wurde auch vom Empowerment-Team von ICEP – Benedikt Metternich, Martin Maier, Christine Angleitner – sowie Junior Program Manager der Austrian Development Agency, Felix Eder, besucht.

Diskussionsrunde beim Seminar in Kampala

Bis dato konnten in neuen Jahren Laufzeit folgende Erfolge erreicht werden:

Stärkung von Berufsausbildungszentren

Acht Berufsausbildungsinstitute in Uganda und Kenia wurden organisatorisch und strategisch gestärkt. ICEP hat es geschafft, Berufsausbildungszentren zusammenzuführen und sie systematisch zu stärken. Ein besonderer Erfolg ist die Implementierung der dualen Ausbildung, durch die über 5.000 Menschen erreicht wurden. Derzeit arbeiten 600 Unternehmen mit den acht Ausbildungszentren im Rahmen der dualen Ausbildung zusammen.

Ausbildung von Fachkräften

400 LehrerInnen sowie 19.100 Jugendliche wurden geschult.

Unterstützung von Unternehmern und Unternehmerinnen

7.400 Mikro-Unternehmer haben von den Programmen profitiert.

Systematisierung von Ausbildungsinhalten

Im Rahmen der Projekte wurden zahlreiche Handbücher und Schulungsmaterialien zu wichtigen Themen entwickelt, darunter zu Soft Skills, Arbeitssicherheit, Umweltschutz, Geschlechtergerechtigkeit, Integration von Menschen mit Behinderungen und Arbeitsrecht. Eine bedeutende Kooperation besteht mit der HTL Wien West zur Förderung der Arbeitssicherheit und Sensibilisierung.

Martin Maier und angehende Tischlerin in Kampala, Uganda

Vom beruflichen Erfolg der ausgebildeten Jugendlichen und der Mikrounternehmen profitieren auch deren durchschnittlich fünfköpfigen Familien. Somit konnten mit den Programmen SWEAR und GET über 130.000 Menschen insgesamt erreicht werden. Das Gesamtbudget für die Projekte betrug 3.727.750 Euro, wovon 2.982.200 Euro von der Austrian Development Agency (ADA) finanziert wurden.

ICEP hat bei der Austrian Development Agency um eine Fortführung des Programms angesucht. In dieser zweiten Phase soll der Fokus verstärkt auf Sensibilisierungsmaßnahmen sowie der Prävention sexueller Belästigung liegen.

Diese neun Jahre intensiver Arbeit und Kooperation haben nicht nur zur wirtschaftlichen Stärkung Ostafrikas beigetragen, sondern auch zur sozialen Integration und Geschlechtergerechtigkeit in der Berufsausbildung in Ostafrika. Die nachhaltigen Effekte dieser Projekte sind ein wertvolles Beispiel für erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit.

Martin Maier

ICEP Entwicklungsprogramm

Mehr zu den Programmen in Ostafrika erfahren Sie hier:

SWEAR: Stärkung der Berufsbildungslandschaft Ostafrikas

In Kenia und Uganda herrscht ein starkes Defizit im Bereich der weiterführenden Schulausbildung. Circa 60% der Bevölkerung ist jünger als 24 und lebt in einer prekären finanziellen Situation. Seit 2015 unterstützt ICEP deshalb Berufsbildungsprogramme in Ostafrika: Das erfolgreiche Programm begann mit „Skills and Work are East Africa’s Resource“ (SWEAR), in dessen Rahmen ICEP acht ausgewählte Berufsbildungszentren in Kenia und Uganda dabei unterstützte, am Arbeitsmarkt nachgefragte Ausbildungen anzubieten und Jugendliche so eine Chance auf ein regelmäßiges Einkommen zu eröffnen.

Dabei versucht ICEP Unternehmen für das Programm zu gewinnen und begleitet sie bei der Umsetzung des Ausbildungsangebots, Lehrlingsplätze anzubieten und die Betreuung der Lehrlinge sicherzustellen. Der duale Ausbildungsansatz ist ein wesentlicher Faktor zur Verbesserung der Qualität der Ausbildungen und zur besseren Sicherung von Arbeitsplätzen. Ziel ist die Weiterentwicklung von Ausbildungsstrukturen auf organisatorischer und ausbildungsorientierter Ebene.

GET: Förderung von Geschlechtergerechtigkeit

Mit 2021 ging SWEAR in das Programm „Gender Equality in Training“ (GET) über: Ein Schwerpunkt war die Förderung junger Frauen im Ausbildungsbereich und am Arbeitsmarkt. Inhaltlich fokussiert das Programm stark auf die Weiterentwicklung der Ausbildungsstrukturen, die Verbesserung des Lehrmaterials und die Einbindung von Unternehmen in die Berufsbildung. ICEP setzt zudem auf den Austausch von Know-how zwischen den Ausbildungszentren.

Hierzu wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen:

  • Durchführung von Gender-Analysen und Aktionsplänen
  • Einsetzung von Gender-Beauftragten und -Komitees
  • Bereitstellung von Kinderbetreuungsdiensten
  • Gender-Trainings für Personal und Studenten der Berufsausbildungsinstitute
  • Sensibilisierungsmaßnahmen für Eltern, Gemeinschaften und die Industrie

Berufsbildung in Ostafrika seit 2015

ausgebildete Jugendliche

erreichte Personen

teilnehmende Unternehmen in Kenia und Uganda

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