Berufsausbildung in Burkina Faso

Unsere Berufsbildungsprojekte haben die Ausbildung von Jugendlichen und die nachhaltige Sicherung von Arbeitsplätzen als Fokus, um den Menschen vor Ort ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Obwohl Burkina Faso in den letzten 20 Jahren in Bereichen wie Grundschulbildung oder etwa der Trinkwasserversorgung große Fortschritte gemacht hat, lebt nach wie vor fast die Hälfte der 17 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner unter der Armutsgrenze. Eine feste Anstellung hat in Burkina Faso kaum jemand. Andererseits sind Fachkräfte in technischen Berufen sehr gefragt,  jedoch sind kaum Jugendliche entsprechend qualifiziert. Vor allem Mädchen und Frauen sind von den schwierigen Umständen betroffen. Die Situation ähnelt jener in Ostafrika, wo ICEP schon seit längerem in zahlreichen Projekten erfolgreich an Lösungen arbeitet.

Die Entwicklung von bedarfs- und praxisorientierten Ausbildungen in Burkina Faso soll die Chance von jungen Menschen aus Nanoro und umliegenden Provinzen erhöhen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und für den Arbeitsmarkt relevante Fähigkeiten vorweisen zu können. Ein zentraler Aspekt ist der Bau einer Berufsschule. Im Projekt sollen eine Schule mit vier Unterrichtsgebäuden, eine Werkstatt, ein Verwaltungsgebäude und zwei Unterkunftshäuser geschaffen werden. Wenn die Berufsschule fertig ist, können dort jährlich 300 junge Menschen aus Nanoro eine dreijährige Ausbildung bekommen.

Ausbildung als Grundlage

Rund 1.600 Schülerinnen und Schüler sowie 110 Lehrende und Verwaltungsangestellte des Lycée Privé Béthel de Nanoro sowie der derzeit im Aufbau befindlichen technischen Schule Lycée Technique Béthel de Nanoro unter starker privater Initiative von Architekt DI Peter Klein werden von den Maßnahmen profitieren. Lehrpersonal und Eltern werden für das Thema Präventionsmaßnahmen sensibilisiert. IT-Schulungsräume und Sonnenkollektoren helfen, Distance-Learning und Home-Office zu erleichtern.

 

Berufsbildung als Motor für die Region

Um die Beschäftigungsmöglichkeiten in Nanoro zu erhöhen, liegt ein besonderer Fokus auf der Verbesserung der Ausbildungsqualität und Relevanz der Ausbildungsinhalte, die tatsächlich am Arbeitsmarkt gefordert werden. Ausbildungen in Elektronik, Elektrotechnik, Bauingenieurwesen, Gebäude- und Architekturdesign, KFZ-Mechanik und Rechnungswesen werden am Lycée Technique angeboten. Eine Win-Win Situation sowohl für den privaten Sektor als auch für die Auszubildenden. Und letztendlich für die lokale Bevölkerung, deren wirtschaftliche Basis gestärkt wird.

 

ReCouVrer –

Covid-Präventionsprogramm

Gemeinsam mit einer Gruppe österreichischer NGOs haben wir es uns zum Ziel gesetzt, besonders gefährdete Menschen in Burkina Faso bei der Bewältigung der Covid-19-Wirtschafts- und Gesundheitskrise zu unterstützen und ein Covid-Response-Programm zu etablieren.

Ein besonderes Augenmerk des Programms liegt auf der Etablierung von Covid-Präventionsmaßnahmen und der Stärkung von Resilienz, der Förderung von Distance Learning sowie der Verbesserung und Relevanz der Ausbildungsinhalte. Die Bildungs- und Trainingszentren werden mit Materialien zur Verbesserung der sanitären Einrichtungen (Seifenspender, Desinfektionsmittel, Gesichtsmasken, extra Duschen und WCs) ausgestattet.

 

Erfahrungsaustausch zum Nutzen der lokalen Bevölkerung

Austausch von Know-how und Erfahrungen sind für ICEP ein wesentlicher Bestandteil, um Projekte erfolgreich und nachhaltig zu gestalten. Bei der Umsetzung von Programmen arbeiten wir nur mit zuverlässigen lokalen Organisationen zusammen. Gemeinsam bewerten wir den Status Quo, konzipieren eine Interventionsstrategie, definieren die gewünschten Wirkungen und Meilensteine und legen Umsetzungsmaßnahmen fest. Die Partnerorganisationen vor Ort fördern das Programm und sorgen für die Umsetzung der Programmaktivitäten unter Einbeziehung und zum Nutzen der lokalen Akteure.

 

Recouvrer – auf deutsch „erholen“ – ist ein Konsortialprojekt von Licht für die Welt, dem Österreichischen Roten Kreuz, Hope’87, Jugend Eine Welt, Horizont3000, ICEP und wird von der Caritas Österreich geleitet. Jede Organisation bringt gemäß ihres geografischen Fokus und Projekttätigkeit Expertise in der Planung und operativen Implementierung mit ein. Das Projekt wird von der Österreichischen Entwicklungsarbeit kofinanziert.

„Gerade in Zeiten der Covid-19-Pandemie ist die Unterstützung von gefährdeten Gemeinschaften besonders wichtig. Eine qualitativ hochwertige Berufsbildung für Jugendliche ist ein wichtiger Pfeiler für deren wirtschaftliche Stärkung.“

Norabila Jacques Konkobo

Église AD Temple Shalom

„Unser Ziel ist es, nachhaltige lokale Bildungs- und Ausbildungsstrukturen aufzubauen, zu stärken und zu konsolidieren. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Förderung institutioneller Lernprozesse und somit der Aufbau von selbsttragenden Strukturen.“

Martin Maier

Entwicklungsprogramm ICEP

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