Gute Noten in der Evaluierung des ICEP Berufsbildungsprogramms SWEAR 

Das von der Austrian Development Agency (ADA) kofinanzierte Entwicklungsprogramm SWEAR (Skills & Work are East Africa’s Resource) startete 2015 mit dem Ziel, in Kenia und Uganda nachhaltige Strukturen für einen verbesserten Zugang zu Berufsausbildung und -tätigkeit für Jugendliche zu schaffen. Eine Evaluierung des Programms zeigt, wie wichtig der duale Ausbildungsansatz für die Qualität der Lehre und die Zukunftschancen der Jugendlichen ist. 

Skills and  Work are  East  Africa’s Resource 

Im Rahmen des von der Austrian Development Agency kofinanzierten Programms SWEAR unterstützte ICEP seit Anfang 2015 bis Anfang 2020 acht ausgewählte Berufsbildungszentren in Nairobi und Kampala dabei, ihr Ausbildungsangebot zu überarbeiten und am Arbeitsmarkt nachgefragte Ausbildungen anzubieten. Es wurden die didaktischen und pädagogischen Strukturen verbessert, Life-skills in das Lehrangebot integriert und die Zusammenarbeit mit Unternehmen und öffentlicher Verwaltung ausgebaut. SWEAR entwickelte sich zu einem starken Netzwerk aus Berufsbildungszentren und Unternehmen. Die Ergebnisse der Evaluierung zeigen, dass die Berufsbildungszentren entscheidende operative und organisatorische Verbesserungen vorgenommen haben, um ihre Kapazitäten zu stärken und die technische und praktische Qualität der angebotenen Trainings zu verbessern. 

 

Duale Ausbildung als wesentlicher Erfolgsfaktor

Der duale Ausbildungsansatz spielt für alle Beteiligten eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Qualität der Ausbildungen sowie in der Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft und der Sicherstellung des Zugangs zu Lehrstellen für Berufsschülerinnen und -schüler. Diese schätzen den Erwerb von Soft Skills und Selbstvertrauen durch die Erfahrung in der Praxis als besonders wertvoll ein. Die Entwicklung von Handbüchern für Lehrpersonal und Lernende ist ein wichtiges Ergebnis des Programms und trug dazu bei, die praktischen Komponenten der Trainingskurse zu verbessern. Einige Berufsbildungszentren konnten gute Beziehungen zu Anlaufstellen im öffentlichen Sektor aufbauen. St. Kizito in Kenia war besonders erfolgreich und wurde bei dem Besuch des Bildungsministeriums offiziell als Benchmark für kompetenzbasierte duale Trainings in Kenia präsentiert  

Aufholbedarf bei Datenmanagement

Weiterhin Bedarf besteht an Schulungen für Lehrpersonal im Umgang mit Handbüchern. Erforderlich ist auch ein verbesserter Zugang zu Finanzmitteln, zu Unternehmen und zu Politik. Die überwiegende Mehrheit der Schülerinnen und Schüler wird nach dem Abschluss angestellt oder wird selbständig tätig, komplex gestaltet sich allerdings die längerfristige Nachverfolgung der Absolventen. Dem Fehlen langfristiger statistischer Daten soll in Zukunft durch starke Monitoring- und Evaluierungssysteme entgegengewirkt werden.

ICEPs Erfolgsfaktor: starke lokale Partner

ICEP arbeitet in Entwicklungsländern in enger Kooperation mit Organisationen, die in der jeweiligen Region verwurzelt sind und mit denen es möglich ist, nachhaltige Ausbildungsstrukturen aufzubauen. Alle acht Partner für SWEAR besitzen neben der Vision von einer besseren Zukunft, echtem Engagement und Verantwortungsbewusstsein auch die organisatorischen Voraussetzungen und das technische Know-how, um Berufsbildung nachhaltig voranzutreiben. ICEP setzt zudem auf den Austausch von Know-how zwischen den Ausbildungszentren, um die Qualität der Berufsbildung in der Projektregion langfristig zu sichern. 

„Der Austausch von Know-how zwischen den Ausbildungszentren ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Zusammenarbeit. Nicht nur die Jugendlichen profitieren von einer Qualitätssteigerung – auch das Lehrpersonal, das stetig im Umgang mit dem Lehrmaterial geschult wird.“

Bernhard Weber

Geschäftsführer, ICEP

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