Unternehmerförderung in Nicaragua

María Pavón, Schneiderin und stolze Kursabsolventin, hat am 22. August ihren ersten Mitarbeiter eingestellt.

Unternehmertraining am Land

María Pavón kommt aus Diriamba, rund 50 km von der Hauptstadt Managua entfernt. In ländlichen Regionen haben Frauen in Nicaragua meist keinen Zugang zu einer angemessenen Schul- und Berufsausbildung und somit wenig Chancen auf eine Anstellung. Als Ausweg starten viele Frauen ein eigenes Business, jedoch fehlen ihnen meist die notwendigen Voraussetzungen, um damit auch langfristig erfolgreich zu sein. Hier setzt ICEP mit seinen Partnern an und unterstützt Frauen durch Ausbildung und Coaching, ihr eigenes Business aufzubauen oder dieses auszuweiten.

Erfolgreiche Unternehmerinnen

María Pavón hat vor einiger Zeit mit der Unterstützung von ICEP eine Schneiderei gestartet. Im vergangenen Jahr machte sie gemeinsam mit 14 anderen Unternehmerinnen aus Diriamba eine Ausbildung, die ICEP „Business Empowerment“ nennt. Am 26. Juni 2017 erhielten die Unternehmerinnen ihr Abschlusszertifikat, das für die Frauen hohen Stellenwert hat. Noch wichtiger ist aber, dass die ersten Früchte der Ausbildung nicht lange auf sich warten ließen – nicht nur bei María Pavón. Marlén Castro Martínez, eine andere Kursteilehmerin, betreibt eine Bäckerei und hat seit vergangenem Juni bereits drei neue Mitarbeiterinnen eingestellt.

Unternehmerförderung in Nicaragua

Unternehmer die bisher ausgebildet wurden

Business Empowerment spezifisch für Frauen

%

Einkommenszuwachs 1 Monat nach Kursende im Schnitt

Ausbildungskursstunden, die bisher angeboten wurden

Business-Empowerment

Im Mittelpunkt von ICEPs Business-Empowerment Ansatzes stehen Unterstützungsangebote in 5 Bereichen:
1) Fragen der Unternehmensführung wie Auswahlkriterien für neue Mitarbeiter und deren Bezahlung
2) Rechtsberatung und Begleitung bei der Formalisierung ihres Geschäfts
3) Die Vermittlung praktischer Marketingtools zur besseren Vermarktung ihrer Produkte, Unterscheidung zwischen rentablen und unrentablen Produkten etc.
4) Unterstützung beim Zugang zu Investitions- oder Betriebsmittelkrediten
5) technische Ausbildung, um die Qualität und Palette ihrer Produkte zu verbessern

Bei Kursbeginn realisierte ich, wie schlecht meine Buchführung war und dass ich zu viel für mein Geschäftslokal ausgab und ich daher verschuldet war. Jetzt passt die Buchführung und ich bin in einem billigeren Lokal und hab vor allem auch mein Produktangebot erweitert. Das Geschäft läuft phantastisch!

Marlén Castro Martínez

Bäckerin aus Diriamba

Ich habe schon während der Ausbildung eine eigene Marke für meine Textilien kreiert. Mit der neuen Mitarbeiterin kann ich jetzt auch eine neue Produktlinie anbieten, die bei meinen Kunden sehr gut ankommt. Und nicht nur fürs Business habe ich profitiert! Ich bin jetzt ganz allgemein optimistischer und selbstbewusster.

María Pavón

Schneiderin aus Raizon

Partner für Entwicklung

ICEP arbeitet in Entwicklungsländern in enger Kooperation mit Organisationen, die in der jeweiligen Region verwurzelt sind. In Nicaragua arbeitet ICEP im Bereich Unternehmerförderung mit zwei Partnern, Andecu und Prodem, die es einzeln und auch im Netzwerk mit ähnlichen Partnern in Guatemala und Salvador unterstützt. Bei der Auswahl seiner Partner verfolgt ICEP konsequent zwei Kriterien: Vetrauenswürdigkeit und Professionalität. Beides ist für ICEP gleich wichtig. Andecu und Prodem besitzen neben der Vision von einer besseren Zukunft, Verantwortungsbewusstsein und echtem Engagement auch die organisatorischen Voraussetzungen und das technische Know-how, um Unternehmerförderung nachhaltig voranzutreiben.

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Peter, Elektriker

Bessere Unternehmer

Unternehmen sind der entscheidende Motor für Entwicklung des Privatsektors und die Schaffung von Arbeitsplätzen.

Kaufmännische Ausbildung und Zugang zu Finanzierungen

ICEP unterstützt Menschen in Entwicklungsländern durch kaufmännische Ausbildung, strategische Beratung und Zugang zu Finanzierungen dabei, Markt- und Geschäftschancen zu erkennen, zu nutzen und erfolgreich ein eigenes Unternehmen zu führen.

Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit

Neben der Begleitung von Start-ups bei der Konsolidierung ihres Geschäfts zielt ICEP auf die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit etablierter Kleinunternehmer ab. Um das Waren- und Dienstleistungsangebot zu verbessern, lokale Produktionsstrukturen zu vertiefen und mehr Beschäftigung zu schaffen, ist die Förderung wachstumsstarker kleiner und mittlerer Unternehmen von zentraler Bedeutung.

Frauen wird in Entwicklungsländern der Zugang zur Ausbildung oft besonders schwer gemacht. Dabei sind es die Frauen, die – allzu oft mehr als die Männer – Verantwortung übernehmen und für das Überleben der Familie sorgen. ICEP hat in vielen Ländern mit spezifisch auf Frauen zugeschnittene Unternehmerförderprogramme sehr gute Ergebnisse erzielt. Auch in Nicaragua haben sich sowohl unser „Multiplikatorinnen“ als auch unser „Business Empowerment“ Ansatz bewährt und viele Frauen effektiv aus der Armut befreit – dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit unseren lokalen Partnern.

Benedikt Metternich

ICEP Entwicklungsprogramm

Unser Finanzierungspartner

Wir danken auch allen unseren Privatspendern,
die unser Unternehmerförderprogramm unterstützen!

ICEP in Nicaragua

ICEP ist in Nicaragua bereits seit fast 20 Jahren aktiv. Seit dem jahr 1999 hat ICEP im Bereich der Unternehmensförderung mit Prodem (Promoción y Desarrollo Empresarial) zusammengearbeitet und Programme mit verschiedenen Schwerpunkten – etwa Stärkung von Unternehmen im Fremdenverkehrssektor oder von landwirtschaftlichen Genossenschaften – konzipiert und implementiert. Ein Ansatz zielte auf die unternehmerische Ausbildung von Jugendlichen in technischen Ausbildungszentren ab – dieser wurde später von einer großen schweizer Organisation übernommen und ausgeweitet. Andecu ist eine Organisation, die ICEP mit aufgebaut hat und mit der wir seit 8 Jahren die Förderung von Unternehmerinnen in Nicaragua betreiben.

Auch Cenade ist ein langjähriger Entwicklungspartner. Das Team rund um Javier Matus unterstützt ICEP Bauern dabei, Ausbildungs- und Finanzierungangebote für Bauern in Nicaragua zu schaffen und konkrete Maßnahmen zu setzen, um Genossenschaften zu bilden und betriebswirtschaftlich auszurichten. Mit Fabretto als Partner hat ICEP im Jahr 2010 begonnen, seinen mit Fundap in Guatemala konzipierten Ansatz des Educational Upgrading in Nicaragua umzusetzen und das Grundschulwesen in ländlichen Gebieten zu verbessern. Auch diese Zusammenarbeit kann auf ganz handfeste Ergebnisse verweisen – bei landesweiten Schultests haben die Educational Upgrading-Schulen genauso gut abgeschnitten wie die Schulen in Managua, ganz im Gegensatz zu den sonstigen Schulen im ländlichen Raum.

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