MMFD Modelo Mexicano de Formación Dual

Miguel Monroy, Chef des Arbeitnehmerverbandes in Coahuila, berichtete über das Erfolgsmodell

Erfolgsmodell mit RHI und Mondi

Im September 2017 starteten am Standort der RHI in Ramos Arizpe 160 Jugendliche ihre Lehre als Industrieelektriker oder
-mechaniker, am Standort von Mondi in Monterrey waren es 133. Damit sind in den beiden nördlichen Bundesstaaten Mexikos, Coahuila und Nuevo Leon, derzeit 503 Lehrlinge in Ausbildung bei insgesamt 52 Unternehmen – die Früchte der Arbeit, die ICEP im Auftrag von und gemeinsam mit RHI und Mondi zwischen September 2013 und Juni 2017 umgesetzt hat. Beide Programme wurden von der Austrian Development Agency im Rahmen einer Wirtschaftspartnerschaft gefördert und 2016/2017 erfolgreich an die lokalen Partner übergeben.

Besuch aus Mexiko

Miguel Monroy Robles ist Geschäftsführer des Arbeitergeberverbandes Coparmex Coahuila und war Anfang November zu Gast in Wien. Er leitete die Implementierung der mexikanischen dualen Ausbildungsprogramme von Mondi und RHI – mit Know-how Unterstützung von ICEP und ist heute verantwortlich für die weitere Umsetzung und Ausweitung des Programms in Coahuila. Neben einigen Firmenbesuchen organisierte ICEP mit Miguel Monroy einen Austausch mit Unternehmen im Wirtschaftsministerium und Gespräche mit Berufbildungsexperten der WKO und der Austrian Development Agency.

Die duale Berufsausbildung von RHI ist ideal, um mich auf mein geplantes Mechatronik-Studium und das spätere Berufsleben vorzubereiten. Ich bin mir sicher, das mir die Ausbildung den Einstieg ins Berufsleben bestimmt sehr erleichtern wird.

Jordy de León

RHI-Lehrling

Wir freuen uns, dass wir mit RHI und Mondi gemeinsam mit uns ein Projekt realisiert, das eine gesellschaftliche Breitenwirkung hat und so einen Mehrwert schafft, der weit über das unternehmerische Interesse hinausgeht.

Martin Ledolter

Geschäftsführer ADA

Diese Ausbildung bei Mondi war eine unglaubliche Chance für mich. Ich bin heute Werkzeugmacher und habe eine feste Stelle, die gut bezahlt ist und in der ich auch meine Zukunft sehe. Meine Eltern sind sehr stolz auf mich.

Edgar Uriel Sanchez Trujillo

Mondi-Lehrling

Mit starken Partnern vor Ort in Coahuila und Monterrey

Damit Ausbildungsprogramme in lokale Strukturen integriert werden können – und breitenwirksam und nachhaltig sind – braucht es starke Partner vor Ort. RHI und Mondi setzten bei der Einführung des mexikanischen Modells der dualen Ausbildung im Norden Mexikos dabei auf die Zusammenarbeit mit dem lokalen Arbeitgeberverband Coparmex Coahuila. Ziel der beiden Programme war es von Anfang an, nicht nur für den eigenen Bedarf auszubilden sondern auch sehr stark lokale Unternehmen einzubinden.

Die duale Ausbildung hat in Mexiko keinerlei Tradition und somit war, trotz etablierter Rahmenbedingungen auf nationaler Ebene, die praktische Umsetzung für Schulen und Betriebe vollkommenes Neuland . Um die Zusammenarbeit von Berufsschule und Ausbildungsbetrieben zu fördern braucht es einen Experten an der Schnittstelle. Diese Funktion übernahm Coparmex – respektive Miguel Monroy Robles mit seinem Team.

Coparmex Coahuila gab Unternehmen und Schulen weiters aktive Hilfestellung beim Aufbau der lokalisierten „Lehre“, in Anlehnung an das Konzept der dualen Ausbildung. Fehlendem Know-how und der Angst, für den Mitbewerb auszubilden, konnte mit individueller Betreuung begegnet werden. Zusätzlich erwies es sich als notwendig, zur Qualitätssicherung auch Lehrer und betriebliche Ausbildner zu schulen, da schulische und betriebliche Ausbildung aufeinander abgestimmt werden müssen, um bedarfsorientiert auszubilden.

Säulen der dualen Ausbildung

Es sind vier Säulen, auf die ICEP bei der Implementierung des dualen Ausbildungsprogramms in Mexiko fokussierte:
1. Training of Trainers: Die Ausbildner in den Berufsschulen müssen entsprechend vorbereitet werden.
2. Ausbildung der betrieblichen Ausbildner: In jedem Unternehmen braucht es fachlich und pädagogisch zertifizierte Ausbildner.
3. Kommunikation und PR: Um möglichst viele lokale Unternehmen in das Programm einzubinden und den Rückhalt in der Gesellschaft zu stärken, braucht es entsprechende Kommunikationsarbeit.
4. Auswahl der Lehrlinge: der lokale Industrieverband musste ein Assessment Center aufsetzen, um den Unternehmen einen guten Zugang zu Lehrlingen zu ermöglichen.

Unternehmenskooperation mit sozialem Impact

Lehrlinge, die bis dato ausgebildet wurden

Geschaffene Lehrlingsplätze in Unternehmen

Unternehmen, die heute Lehrlinge ausbilden

Betriebliche Ausbildner, die zertifiziert wurden

Die Etablierung eines Erfolgsmodells in Bildern

„Beste Partnerschaft“

Am 19. Juni wurde das von ICEP für den Feuerfestkonzern RHI entwickelte und in Mexiko und der Türkei umgesetzte Youth Employability Program in der Kategorie „Beste Partnerschaft“ mit dem österreichischen CSR-Preis TRIGOS ausgezeichnet. „Die Auszeichnung ist eine schöne Anerkennung unserer Arbeit im Bereich CSR“, kommentiert Thomas Jakowiak, Chief Sales Officer Industrial, der den Award für die RHI entgegen nahm. Partnerschaften zwischen Unternehmen und NGOs fruchten, wenn das Engagement im Entwicklungsland auf feste Säulen gestellt und eine Win-win Situation für Unternehmen und Gesellschaft geschaffen wird.

 

RHI und Mondi haben im Norden Mexikos Veränderungsprozesse in der technischen Berufsbildung durch die breite Einbindung von Verbänden, öffentlicher Verwaltung, NGOs und Unternehmen nachhaltig angestoßen. Jetzt sind wir dabei zu prüfen, wie wir das mexikanische Erfolgsmodell für die RHI nach Indien und für Mondi nach Marokko und an die Elfenbeinküste bringen können.

ICEP unterstützt Unternehmen dabei, ihre gesellschaftliche Verantwortung gezielt in Corporate Social Responsibility-Projekten umzusetzen. Zum Benefit der Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern und zum Benefit des Unternehmens.

Astrid Taus

ICEP Unternehmenskooperationen

ICEP und Social Impact Consulting

ICEP unterstützt Unternehmen dabei, Herausforderungen und Chancen an der Schnittstelle zur Gesellschaft in Emerging Markets zu identifizieren und zielgerichtete Social Impact-Programme zu implementieren.

Von der Idee zur Umsetzung

ICEP begleitet Unternehmen mit seinem Know-how von der Ideenfindung über die Strategieentwicklung und Konzeption bis hin zu Umsetzung und Evaluierung.
ICEP kann auf langjährige Erfahrung im Projektmanagement in Entwicklungsländern und auf Expertise in spezifischen Fachthemen wie Community Development oder Berufsbildung zurückgreifen.

Zum Benefit des Unternehmens und der Gesellschaft

Gemeinsam mit dem Unternehmen erarbeitet ICEP maßgeschneiderte Lösungsen für konkrete gesellschaftliche Herausforderungen. ICEP verknüpft Unternehmensziele, vorhandene Ressourcen und Know-how mit innovativen Ansätzen, damit sowohl das Unternehmen als auch die Gesellschaft profitieren.

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Die ADA Wirtschaftspartnerschaft

Die Austrian Development Agency (ADA) fördert Vorhaben von Unternehmen, die zugleich einen entwicklungspolitischen und unternehmerischen Mehrwert schaffen. Förderwürdig sind Unternehmen, die in einem Schwellen- oder Entwicklungsland tätig sind und sich in ihrem Umfeld engagieren möchten. Grundvoraussetzung dabei ist die Einbringung von Eigenleistungen in Form von Geld und Sach- oder Dienstleistungen wie technisches Fachwissen, betriebswirtschaftliches Know-how oder Technologien.

ICEP begleitet Unternehmen, die eine von der ADA geförderte Wirtschaftspartnerschaft anstreben, von der Konzeptentwicklung über die Erstellung des Förderantrags bis hin zur halbjährlichen Berichtslegung und Vorbereitung des externen Audits. In Vorbereitung einer Wirtschaftspartnerschaft erstellt ICEP in vielen Fächen eine sogegannte Machbarkeitsstudie, die in Höhe von bis zu 50 Prozent der Studienkosten, jedoch maximal mit 20.000 Euro gefördert wird.

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