In Kooperation mit Mondi:
Duales Berufstraining in Marokko gestartet

Nach dem erfolgreichen Kick-off des Social Impact Projekts in Côte d’Ivoire im September, startete die Offensive zur Fachkräftequalifizierung auch am Mondi Standort in Marokko.

Marokko folgt dem Beispiel in Côte d’Ivoire

Was bereits im Herbst mit dem Kick-Off in Abidjan begann, hat im vergangenen Dezember auch eine Fortsetzung in Marokko gefunden. Am 5.12. startete am Standort der Mondi Industrial Bags in Casablanca eine Berufsausbildung zur industriellen Fachkräftequalifizierung die sich 1:1 an den Ansprüchen des marokkanischen Arbeitsmarktes orientiert.
Mondi bildet dabei vor Ort eine Arbeitsgemeinsacht mit der französischen NGO IECD (Institut Européen de Coopération et de Développement) um Breitenwirksamkeit und Nachhaltigkeit zu maximieren. Die Austrian Development Agency (ADA) ist ebenfalls Partner in dieser strategischen Allianz.
ICEP berät und unterstützt in diesem Projekt seit der Konzeptionsphase 2017 von der Machbarkeitsprüfung, über das Projektdesign bis hin zur Umsetzung und dem fortlaufenden Monitoring über die gesamte Projektlaufzeit bis 2022.

Projektdesign orientiert sich an Challenge vor Ort

An den beiden Mondi Produktionsstandorten Casablanca und Abidjan besteht ein hoher Bedarf an Fachkräften, der rasant zunimmt. Der lokale Berufsbildungssektor hat dabei Schwierigkeiten mit der steigenden Nachfrage und raschen technologischen Entwicklung Schritt zu halten. Gleichzeitig finden viele Jugendliche, auf Grund fehlender Ausbildung, keinen Job.
Aus diesem Grund unterstützt und ermutigt Mondi seine Produktionsstätten in Schwellen- und Entwicklungsländern nachhaltige Projekte im Bereich „Arbeitskräftequalifizierung“ zu fördern, die weit über den Unternehmensbedarf hinaus gehen. Mondi folgt dabei seiner Überzeugung, soziale Verantwortung als integralen Teil des Unternehmensmanagements umzusetzen.

Astrid Taus, Social Impact Expertin bei ICEP erklärt, die spezielle Herausforderung in Marokko: „Wie in Côte d’Ivoire, ist auch in Marokko der Mangel an Fachkräften ein echtes Problem am Arbeitsmarkt. Das signifikante an Marokko sind die sogenannten NEETs (Neither Employment nor in Education/Training) also Menschen die weder Job noch Ausbildung haben. Diese Gruppe ist in Marokko besonders groß. Das Programm orientiert sich an diesem Umstand durch einen niederschwelligeren Zugang als bei unserem Programm in Côte d’Ivoire und versucht mit der zweijährigen Lehre insbesondere Jugendliche in diesem NEET Sektor anzusprechen.“

Projektphasen und Ausblick

Sowohl in Côte d’Ivoire als auch in Marokko werden Pilotprojekte zur dualen Ausbildung zum Industrietechniker etabliert, die Programme orientieren sich am lokalen Kontext. Neben der Verbesserung der schulischen Ausbildungskapazitäten werden „duale“, also betriebliche Ausbildungselemente, gemeinsam mit lokalen Stakeholdern entwickelt, strukturiert und institutionell verankert.

Die Projektmaßnahmen gliedern sich in drei Bereiche:

Etablierung von Schule und Industrie als „Lernpartner“
Durch Know-how Transfer und Kooperation mit der Wirtschaftskammer Österreich sowie dem ibw (Institut zur Bildungsforschung der Wirtschaft) wird die strukturierte Zusammenarbeit von Schule und Industrie in beiden Ländern gefördert. Neben den jeweiligen Arbeitsgruppen, wird der Aufbau lokaler „Duale Education Networks“ gefördert, um die langfristige institutionelle Verankerung zu gewährleisten. Zudem werden betriebliche Ausbildner und Lehrer geschult.

Aufbau dualer Pilotlehrgänge zum Industrie-Elektromechaniker
Pro Land wird ein dualer Pilotlehrgang gemeinsam mit lokalen Bildungseinrichtungen, Interessensvertretungen und öffentlichen Institutionen aufgebaut. Dafür wird die Infrastruktur der schulischen Ausbildungsinstitutionen verbessert und 25 betriebliche Ausbildungsplätze in 10 Betrieben, pro Lehrgang und Land, geschaffen.

Gender Mainstreaming
Das Projekt möchte außerdem zur Sensibilisierung für eine gleichberechtigte Arbeitsmarktbeteiligung von Frauen und Männern beitragen, insbesondere in technischen Berufen.

An welche Zielgruppe richtet sich das Programm?

Die Haupt-Zielgruppe der dualen Ausbildung zum Industriewartungstechniker/-technikerin sind junge Frauen und Männer im Alter zwischen 15 und 30 Jahren.
Die zweite Zielgruppe sind Unternehmen und Interessensgruppen der lokalen Industrie. Sie werden befähigt, aktive Partner in der dualen Ausbildung zu werden, und profitieren von der Aufnahme von Lehrlingen. Eine weitere Zielgruppe sind Bildungsexperten, Lehrer und Meister, die ebenfalls eine Ausbildung erhalten.

Unser Bericht zum Kick off der Dualen Ausbildung bei Mondi am Standort Côte d’Ivoire

ICEP unterstützt Unternehmen dabei soziale Verantwortung in die Praxis umzusetzen und dabei geschäftliche und soziale Interesse zu verbinden. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang die Verankerung der Projekte vor Ort, nur so können sie nachhaltig wirken. Wir arbeiten daher immer mit lokalen Partnerorganisationen.

Astrid Taus

ICEP Unternehmenskooperationen

Über die Mondi AG

Der Papier- und Verpackungshersteller Mondi Group mit Sitz in Wien hat eine lange Tradition der dualen Berufsausbildung in Europa. In Emerging Markets fördert das Unternehmen seine Produktionsstätten und Partner dabei, Tätigkeiten im Bereich „qualifiziert und engagiert“ durchzuführen. Denn Mondi ist überzeugt, dass berufliche Kompetenzen der Wirtschaft und der Gesellschaft zugutekommen. Mondi setzt sich für duale Berufsausbildung in seinen Werken in Mexiko, Côte d´Ivoire und Marokko ein.

Unser Social Impact Consulting in Zahlen

Unternehmen, die ICEP beraten hat

Feasibility Studies, die ICEP durchgeführt hat

Wirtschaftspartnerschaften mit der ADA seit 2013

Länder, in denen ICEP Projekte umgesetzt hat

ICEP und Social Impact Consulting

ICEP unterstützt Unternehmen dabei, Herausforderungen und Chancen an der Schnittstelle zur Gesellschaft in Emerging Markets zu identifizieren und zielgerichtete Social Impact-Programme zu implementieren.

Von der Idee zur Umsetzung

ICEP begleitet Unternehmen mit seinem Know-how von der Ideenfindung über die Strategieentwicklung und Konzeption bis hin zu Umsetzung und Evaluierung.
ICEP kann auf langjährige Erfahrung im Projektmanagement in Entwicklungsländern und auf Expertise in spezifischen Fachthemen wie Community Development oder Berufsbildung zurückgreifen.

Zum Benefit des Unternehmens und der Gesellschaft

Gemeinsam mit dem Unternehmen erarbeitet ICEP maßgeschneiderte Lösungen für konkrete gesellschaftliche Herausforderungen. ICEP verknüpft Unternehmensziele, vorhandene Ressourcen und Know-how mit innovativen Ansätzen, damit sowohl das Unternehmen als auch die Gesellschaft profitieren.

Multi-Stakeholder Zugang

Initiiert von:

Expertise von:

Unterstützt von:

Durchgeführt von:

Die Einbindung regionaler Institutionen ist entscheidend
für die Qualität und die Nachhaltigkeit eines solchen Programms!

Die ADA Wirtschaftspartnerschaft

Die Austrian Development Agency (ADA) fördert Vorhaben von Unternehmen, die zugleich einen entwicklungspolitischen und unternehmerischen Mehrwert schaffen. Förderwürdig sind Unternehmen, die in einem Schwellen- oder Entwicklungsland tätig sind und sich in ihrem Umfeld engagieren möchten. Grundvoraussetzung dabei ist die Einbringung von Eigenleistungen in Form von Geld und Sach- oder Dienstleistungen wie technisches Fachwissen, betriebswirtschaftliches Know-how oder Technologien.

ICEP begleitet Unternehmen, die eine von der ADA geförderte Wirtschaftspartnerschaft anstreben, von der Konzeptentwicklung über die Erstellung des Förderantrags bis hin zur halbjährlichen Berichtslegung und Vorbereitung des externen Audits. In Vorbereitung einer Wirtschaftspartnerschaft erstellt ICEP in vielen Fächen eine sogegannte Machbarkeitsstudie, die in Höhe von bis zu 50 Prozent der Studienkosten, jedoch maximal mit 20.000 Euro gefördert wird.

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