Maschinenkraft von Blum für St. Kizito in Nairobi

Ausbildungsoffensive für Lehrlinge: Montagemaschinen des ICEP Kooperationspartners Blum auf dem Weg nach Nairobi.
Die Pandemie hat das Tischlereiausbildungsprojekt des Vorarlberger Beschlägeherstellers Julius Blum eingebremst. Doch Ende Juli konnten zwei Montagemaschinen den Weg ins Berufsbildungszentrum St. Kizito antreten. Für die 42 Lehrlinge – unter ihnen auch 11 Mädchen – eine weiterer wichtiger Schritt in ihrer praxisnahen Tischlerei-Ausbildung: die beiden Maschinen bilden die Grundlage für das zukünftige Training mit Beschlägen.

Lang ersehnte Fracht bringt Ausbildungsprojekt voran

Die Spezialmaschinen wurden von Blum bereits im Sommer 2020 bereitgestellt, der Versand verzögerte sich jedoch aufgrund von Covid-19. Ende Juli war es dann soweit: Philipp Blum konnte zwei Maschinen vom Werk in Höchst nach Nairobi auf den Weg schicken. Mit dem Vorarlberger Beschlägehersteller arbeiten wir seit September 2019 zusammen. Im Rahmen des vom Land Vorarlberg geförderten Projekts wird die Qualität der Tischlereiausbildung von St. Kizito auf eine neue Ebene gebracht. Landesrätin Wiesflecker machte sich bei einem Betriebsbesuch ein Bild über das gemeinsame Projekt.

 

Einschulung vor Ort garantiert Trainingserfolg

Vertreter und Lehrlinge der Ausbildungsstätte in Nairobi waren via Zoom in das Treffen eingebunden. Bernhard Weber, Geschäftsführer von ICEP, war zur Zeit der Übergabe selbst in Kenia und nahm am Zoom-Meeting teil. Nach dem Eintreffen des sehnlichst erwarteten Equipments erhielt das Ausbildungspersonal von St. Kizito einen 5-tägigen „Train the Trainer“ Workshop, in dem Grundlagen der Handhabung der Maschinen und deren Einsatz in der Ausbildung besprochen wurden. Die Einschulung vor Ort ermöglicht nicht nur eine schnellstmögliche Einbindung der Maschinen in den Trainingsprozess, sondern garantiert auch eine am Arbeitsmarkt nachgefragte Ausbildung zum „cabinet maker“.

 

Best Practice nachhaltiger Entwicklungszusammenarbeit

Die Zusammenarbeit präsentiert sich als best practice nachhaltiger Entwicklungszusammenarbeit. Insgesamt konnten im Rahmen des Projekts bisher in 18 Monaten 42 (11 Mädchen /31 Jungen) Lehrlinge zu Tischlerinnen und Tischlern ausgebildet werden, den Praxisteil ihrer Ausbildung konnten sie unter Einhaltung der Covid-Sicherheitsvorschriften bei zwei qualitativ hochwertigen Möbeltischlereien in Nairobi absolvieren. Außerdem konnten 37 „Fundis“ (Swahili – Handwerker im sogenannten informellen Sektor) ein Training im Umgang mit Elektrowerkzeug mit Schwerpunkt Sicherheit absolvieren. Gemeinsam mit Blum werden derzeit weitere Kurse für die Möbelplanung, die Verarbeitung von Spanplatten und die Montage von Beschlägen vorbereitet.

 

 

Duale Tischlereiausbildung von Blum und ICEP

ICEP fördert in Ostafrika seit vielen Jahren Berufsbildung, die sich am Bedarf der lokalen Wirtschaft orientiert und die Chancen von Jugendlichen am Arbeitsmarkt verbessert. In Kenia unterstützt ICEP u.a. das Berufsbildungszentrum Kizito dabei, Elemente der dualen Ausbildung in ihre Lehrpläne zu integrieren und in Zusammenarbeit mit Unternehmen praxisorientierte Berufsausbildungen zum Elektriker, Schweißer, Installateur, KFZ-Mechaniker oder Tischler anzubieten.

 

„Die Zusammenarbeit von Berufsbildungszentren und lokalen Unternehmen hat sich als wesentlicher Erfolgsfaktor und Win-Win-Situation erwiesen: für die lokale Wirtschaft und für die Jugendlichen, die eine am Arbeitsmarkt nachgefragte Ausbildung erhalten.“

Bernhard Weber

Geschäftsführer, ICEP

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