Social Impact Projekt Lenzing: Aufforstung in Albanien

Erste Bäume gepflanzt am 25. November 2019 in Shkodra, Albanien.

Erste Bäume gepflanzt

Der Kick-Off des Social Impact Programm des Faserherstellers Lenzing war im Juni, jetzt wurden die ersten Bäume gepflanzt. Und zwar 3.660 gepflanzten Obst-, Laub- und Nadelbäume, die für die lokale Bevölkerung in der Zukunft Ertragsquelle darstellen und die Erdrutsch- und Überschwemmungsgefahr in der Region verringern sollen. Das Projekt bringt albanische und österreichische Experten zusammen, schafft Bewusstsein für nachhaltige Waldbewirtschaftung in albanischen Gemeinden und fördert den Austausch zwischen Berufsschulen. Außerdem werden im Rahmen des Projekts 10 Hektar Gemeindefläche im Norden Albaniens aufgeforstet. Ermöglicht wird diese Wirtschaftspartnerschaft durch das Engagement des österreichischen Faserherstellers Lenzing und der Austrian Development Agency. ICEP berät Lenzing in der Planung und Umsetzung des Projekts.

Albanien ist das einzige Land in Europa, in dem mehr Bäume gefällt als gepflanzt werden, d.h. eine Netto-Abholzung aufweist. Um dem entgegen zu wirken, wurden in den letzten Jahren umfassende Bodenreformen durchgeführt, mit dem Ziel, die lokale Bevölkerung in die Planung und Verwaltung der Ressourcen einzubeziehen. Im Zuge der Reform wurden 2016 rund 80% des als „Wald und Weide“ eingestuften Landes an 61 Nutzergenossenschaften übertragen. Der institutionelle Reformprozess wurde 2018 abgeschlossen, ohne jedoch Themen wie Aufforstung und Ausbildung in der Forstwirtschaft ausreichend zu adressieren.

Mit starken Partnern vor Ort

Das Social Impact Projekt setzt auf einen Multi-Stakeholder Ansatz. Lokale Partner spielen eine wesentliche Rolle in der erfolgreichen Realisierung und langfristigen Verankerung des Projektes. Insgesamt sind sieben lokale Organisationen (NGOs, staatliche Schulen und Behörden) eingebunden. Darüber hinaus besteht eine Kooperation mit österreichischen Forstschulen und Experten aus Österreich.

Eine positive Einstellung zu Wald ist tief in der österreichischen Gesellschaft verwurzelt und geht Hand in Hand mit der Wertschätzung für Holz als erneuerbare Energiequelle und nachhaltige Forstwirtschaft. Mit dem Projekt in Albanien möchten wir diese Werte teilen und Albaniens Ansatz zu nachhaltigem Forstmanagement stärken.

Peter Bartsch

Lenzing AG, Leiter der Abteilung Nachhaltigkeit

Wir freuen uns, mit Lenzing als Partner, ein Projekt mit so breiten sozialen und ökologischen Auswirkungen zu realisieren. Der Mehrwert, der dadurch geschaffen wird, geht weit über die Geschäftsinteressen des Unternehmens hinaus.

 

 

Gunter Schall

ADA, Leiter Wirtschaft & Entwicklung

ICEP unterstützt Unternehmen dabei soziale Verantwortung in die Praxis umzusetzen und dabei geschäftliche und soziale Interesse zu verbinden. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang die Verankerung der Projekte vor Ort, nur so können sie nachhaltig wirken. Wir arbeiten daher immer mit lokalen Partnerorganisationen.

Astrid Taus

ICEP, Unternehmens- kooperationen

Die vier Säulen des Projekts

I. Aufforstung und Rekultivierung

Als Best Practice Beispiel werden 10 Hektar Wald gemeinsam mit der Gemeinde und Schülern der Forstschule Shkodra aufgeforstet und rekultiviert. Partner sind The Federation of Communal Forests and Pastures Shkodra (FCFP Shkodra) und The Forest Users Association (FUA) Ana e Malit.

II. Schulung im Forstmanagement

Das Training Center for Communal Forestry and Rural Development (TCCFRD) wird ein modulares Training für Gemeinden entwickeln zu Themen wie: Forstmanagement, Brandschutz, Sicherheit auf Waldstraßen. Die Materialien sind für die Umsetzung und andere Gemeinden eine wertvolle Ressource.

III. Modernisierung der Berufsausbildung für Forstwirtschaft in Shkodra

Die vorhandene Struktur der Forstschule in Shkodra wird durch Know-How Austausch mit österreichischen Experten und Forstschulen verbessert, Materialien überarbeitet und Lehrmittel modernisiert. Die HTL Austrian School Shkoder befasst sich zudem mit technischen Möglichkeiten um die Aufforstung zu dokumentieren.

IV. Bewusstseinsbildung durch Information und Know-How Austausch

Eine groß angelegte Kommunikations- und PR Kampagne soll Bewusstsein für die negativen Folgen der Abholzung wie z.B. Erdrutsche und die Vorteile eines nachhaltigen Forstmanagements schaffen. Außerdem sind zwei „Experten Round Tables“ mit lokalen Stakeholdern und internationalen Experten geplant.

Lenzing

Die Lenzing Gruppe, mit Sitz in Österreich, ist ein internationaler Hersteller von Zellulosefasern, die hauptsächlich in der Textilindustrie eingesetzt werden, mit mehr als 120 Jahren Expertise in den Bereichen Holzverarbeitung und Forstmanagement. Mit dem Projekt „Aufforstung, Aus- und Weiterbildung für eine nachhaltige gemeindenahe Waldbewirtschaftung“ engagiert sich Lenzing über sein Kerngeschäft hinaus mit langfristigen und nachhaltigen Investitionen in den Bereichen Bewusstseinsbildung, Ausbildung und Infrastruktur.

Über das eigene Kerngeschäft hinaus zur Marktentwicklung beizutragen, verlangt Unternehmen mit Engagement und Weitblick. Wir freuen uns sehr, dass wir Lenzing mit unserer Expertise von der Idee bis zur Umsetzung dieses Social-Impact-Projekts begleiten dürfen.

Diana Reuchlin

ICEP Unternehmenskooperationen

Unser Social Impact Consulting in Zahlen

Unternehmen, die ICEP beraten hat

Feasibility Studies, die ICEP durchgeführt hat

Wirtschaftspartnerschaften mit der ADA seit 2013

Länder, in denen ICEP Projekte umgesetzt hat

ICEP und Social Impact Consulting

ICEP unterstützt Unternehmen dabei, Herausforderungen und Chancen an der Schnittstelle zur Gesellschaft in Emerging Markets zu identifizieren und zielgerichtete Social Impact-Programme zu implementieren.

Von der Idee zur Umsetzung

ICEP begleitet Unternehmen mit seinem Know-how von der Ideenfindung über die Strategieentwicklung und Konzeption bis hin zu Umsetzung und Evaluierung.
ICEP kann auf langjährige Erfahrung im Projektmanagement in Entwicklungsländern und auf Expertise in spezifischen Fachthemen wie Community Development oder Berufsbildung zurückgreifen.

Zum Benefit des Unternehmens und der Gesellschaft

Gemeinsam mit dem Unternehmen erarbeitet ICEP maßgeschneiderte Lösungen für konkrete gesellschaftliche Herausforderungen. ICEP verknüpft Unternehmensziele, vorhandene Ressourcen und Know-how mit innovativen Ansätzen, damit sowohl das Unternehmen als auch die Gesellschaft profitieren.

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Die ADA Wirtschaftspartnerschaft

Die Austrian Development Agency (ADA) fördert Vorhaben von Unternehmen, die zugleich einen entwicklungspolitischen und unternehmerischen Mehrwert schaffen. Förderwürdig sind Unternehmen, die in einem Schwellen- oder Entwicklungsland tätig sind und sich in ihrem Umfeld engagieren möchten. Grundvoraussetzung dabei ist die Einbringung von Eigenleistungen in Form von Geld und Sach- oder Dienstleistungen wie technisches Fachwissen, betriebswirtschaftliches Know-how oder Technologien.

ICEP begleitet Unternehmen, die eine von der ADA geförderte Wirtschaftspartnerschaft anstreben, von der Konzeptentwicklung über die Erstellung des Förderantrags bis hin zur halbjährlichen Berichtslegung und Vorbereitung des externen Audits. In Vorbereitung einer Wirtschaftspartnerschaft erstellt ICEP in vielen Fächen eine sogegannte Machbarkeitsstudie, die in Höhe von bis zu 50 Prozent der Studienkosten, jedoch maximal mit 20.000 Euro gefördert wird.

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