Capacity Development für ICEPs Partner

Vom 22. bis 25. November trafen sich 5 Partnerorganisationen von ICEP zu einem Austausch-Seminar in Nairobi

Aufbau und Stärkung lokaler Strukturen

ICEP stützt sich bei der Umsetzung seiner Entwicklungsarbeit auf zuverlässige und profesisonelle lokale Partner. Um die Berufsbildungsangebote in Kenia und Uganda zu verbessern und mehr auf den Arbeitsmarkt auszurichten, hat ICEP in dieser Region ein Netzwerk von 5 Partnern mit 8 Ausbildungszentren gebildet, die es einzeln und auch als Netzwerk unterstützt.

Erfahrungsaustausch in Nairobi

Vom 22. bis 25. November trafen sich Benedikt Metternich und Martin Maier von ICEP mit Mitarbeitern der Partnerorganisationen COWA, Sharing Youth Centre, Imani, St. Kizito und ECT zu einem Seminar. Neben intensivem Erfahrungsaustausch wurden in Arbeitsgruppen und Diskussionen verschiedene Themenbereiche aufgearbeitet.

Einerseits ging es um pädagogisch-didaktische Fragen wie die Ausbildung der Ausbildner oder die Vermittlung von Soft Skills und kaufmännischen Basiswissens. Gemeinsam wurden weiters Vorgangsweisen zur Einbindung von Unternehmen für Ausbildungszwecke entwickelt und Elemente der österreichischen dualen Ausbildung besprochen, die im Kontext Ostafrikas anwendbar sind. Die Erarbeitung von Werbe-Prospekten, Lehrmaterialien und Curricula und die gemeinsame Nutzung von Einrichtungen und Maschinen sind weitere Beispiele der engen und fruchtbaren Zusammenarbeit. Schließlich wurden Aktionspläne für Lobbying-Maßnahmen, gemeinsame Presseauftritte und Konferenzen festgelegt, um die Wichtigkeit von technischer Ausbildung stärker im öffentlichen Bewusstsein zu verankern.

Charlotte Kirnbauer von der HTL-Ottakring bereicherte das Seminar mit ihren wertvollen Erfahrungen aus einer österreichischen Berufsschule und der Zusammenarbeit mit Unternehmen. Sie gab auch einen Impuls zum Thema Sicherheit am Arbeitsplatz. In der Kooperation mit der HTL Ottakring sollen 2018 die Sicherheitsstandards der Berufbildungszentren verbessert werden.

Was mir besonders auffiel, war der Enthusiasmus und die Ernsthaftigkeit, mit denen die Partnerorganisationen die Arbeit der vergangenen Jahre betrieben und mit der Unterstützung von ICEP vorangebracht haben. Sie bieten heute berufliche Ausbildung für Jugendliche aus sehr benachteiligten Verhältnissen an und haben eigenständig Kooperationen mit Partnern aus der Wirtschaft – von Einfrauenbetriebe für Friseurlehrlinge bis zu größeren Autowerkstätten für Mechaniker-Lehrlinge – ermöglicht.

Augenscheinlich war, wie sehr sie sich gegenseitig zuhörten und voneinander Ideen aufgriffen, die sie in Zukunft auch selbst realisieren wollen. Diese Konferenz hat definitiv dazu beigetragen, dass innerafrikanische Vernetzung verstärkt stattfindet.

Die Impulsvorträge wurden aufmerksam verfolgt und diskutiert. So wurde auch das Angebot der HTL Ottakring Schulungen zum Thema Sicherheit am Arbeitsplatz sehr gut angenommen.

Dr. Charlotte Kirnbauer

ICEP Konsulentin

ICEP Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen

Neu aufgestellte oder verbesserte Ausbildungskurse

Jugendliche, die 2016 ausgebildet wurden

Berufsbildunglehrer, die 2016 fortgebildet wurden

%

Reduktion der Drop-out Rate während der Ausbildung

Capacity Development: Entwicklungsarbeit nachhaltig ausrichten

Capacity Buildung von Partnerorganisationen ist Teil des ICEP-Entwicklungsprogramms. ICEP unterstützt seine lokalen Partner dabei, Management und Strukturen zu professionalisieren und hilft beim Aufbau regionaler Partnernetzwerke. ICEPs Capacity Buildung-Ansatz zielt darauf ab, die organisatorische und finanzielle Eigenständigkeit der Partner zu förden und damit die Nachhaltigkeit ihrer Entwicklungsarbeit zu sichern.

Organisationsentwicklung: ICEP leistet Strategieberatung und fördert die Mitarbeiter von Partnerorganisationen durch Maßnahmen zur Weiterbildung.

Partizipative Implementierung: Die gemeinsame Planung und Umsetzung von Projekten erzeugt für die Partner einen wichtigen Mehrwert. Im Rahmen der Zusammenarbeit regt ICEP institutionelle Lernprozesse an, entwickelt gemeinsame Expertise und hilft, tragfähige Strukturen aufzubauen.

Know-how Transfer: ICEP identifiziert ähnliche Problemstellungen in unterschiedlichen Regionen, vernetzt Partner im Rahmen von Süd-Süd Kooperationen und bringt deren Know-how in neuen Projekten zur Anwendung.

Wir haben mit ICEP eine Methodologie zur Verbesserung der Lehrerqualität im ländlichen Raum entwickelt, mit der wir jetzt schon seit Jahren sehr erfolgreich arbeiten. Es war für uns dann auch eine sehr wertvolle Erfahrung, diese Methodologie an einen ICEP Partner in Nicaragua weiterzugeben.

Eunice de Alvarado

Programm Manager Fundap

Mit ICEP haben wir praktisch alle unsere Programme für Unternehmerinnen entwickelt. Wir hatten auch Experten von NGOs aus Uganda und Kamerun bei uns, die konkret den Multiplikatorinnen-Ansatz übernehmen wollten. Der Austausch im ICEP Netzwerk ist und war für uns immer sehr bereichernd.

Susan Kinyua

Programm Manager Kianda

Within the SWEAR project ICEP has brogether together various institutions, which work in the same field and have the same goals for our beneficiaries. We make visits of other vocational training centers and exchange experiences and learn from each other. For me this exchange is the big win with ICEP.

Austine Omeno

Principal, ECT Kenya

ICEP treibt seine Arbeit über Partnernetzwerke voran

Frauen-Empowerment

Gemeinsam mit seiner kenianischen Partnerorganisation Kianda entwickelte ICEP einen Projektansatz, der Frauen abseits von Ballungszentren über Multiplikatorinnen effizient und effektiv dabei unterstützt, ein kleines Geschäft aufzubauen. Im Rahmen von Austausch-Seminaren wurde der Ansatz auch Partnern in Uganda bzw. Guatemala, El Salvador und Nicaragua weitergegeben. Auch Praktika von Mitarbeiterinnen eines Partners bei anderen Partnern spielten eine wichtige Rolle bei der Übernahme der Methodologie. ICEP hatte bei diesem Know how-Transfer zwischen den Partnern die Aufgabe des Facilitators inne. Das Süd-Süd Netzwerk, das ICEP zur Etablierung und Weiterentwicklung des Multiplikatorinnen-Ansatzes gebildet hat, schließt heute auch Partner in Kasachstan und Kamerun mit ein.

Educational Upgrading

ICEPs integraler Projektansatz des Educational Upgrading der Grundschulbildung in ländlichen Gemeinden fördert Eltern und Lehrer und schafft nachhaltige Strukturen. 2006 hat ICEP gemeinsam mit seiner Partnerorganisation FUNDAP in Guatemala ein erstes Projekt gestartet, das auf drei Ebenen ansetzte: Coaching und Einbindung der Eltern in die Verwaltung der Schulen, Weiterbildung und praktische Trainings für Lehrer sowie eine Überarbeitung der Lehrmittel. ICEPs Educational Upgrading-Methodologie kann gemeinsam mit kompetenten Partnern vor Ort an unterschiedliche lokale Gegebenheiten angepasst werden. 2008 brachte ICEP das Programm erstmals nach Brasilien, 2009 nach Nicaragua. 2016 wurde ein erstes Projekt mit NRT in Kenia vorbereitet, das ab Jänner 2017 umgesetzt wird.

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ICEP setzt auf
starke lokale Partner

ICEP konzipiert und implementiert Projekte in Afrika, Lateinamerika und Zentralasien, die ausbildungsorientiert sind und Menschen dabei unterstützen, ihre Talente und Fähigkeiten zu entdecken und zu entfalten. Die Menschen sollen eine Chance erhalten, ein selbstbestimmtes Leben auf Grundlage ihrer eigenen Arbeit zu führen.

Enge Kooperation

ICEP arbeitet dabei in enger Kooperation mit Organisationen, die in der jeweiligen Region verwurzelt sind, und bringt das ein, was der lokale Partner nur zum Teil leisten oder bieten kann: Spezifische Fach- und Methodenkompetenz, finanzielle Mittel sowie Netzwerke und Management Know-how. ICEP nimmt im allgemeinen keine operativen Aufgaben wahr, sondern legt diese in die Hände von profesionellen und zuverlässigen Partnerorganisationen.

Due Diligence

Bei der Auswahl seiner Partner verfolgt ICEP konsequent zwei Kriterien: Vetrauenswürdigkeit und Professionalität. Beides ist für ICEP gleich wichtig. Jede Zusammenarbeit basiert auf Vertrauen. Die gute Absicht allein reicht aber auch nicht. Alle Partner von ICEP besitzen neben der Vision von einer besseren Zukunft, echtem Engagement und Verantwortungsbewusstsein auch die organisatorischen Voraussetzungen und das technische Know-how, um in ihrer Region Entwicklung nachhaltig voranzutreiben.

Einer der Grundsätze, nach denen wir unsere Arbeit ausrichten und die Impact zwar nicht garantieren, aber doch zumindest stark begünstigen, heißt, möglichst viel über lokale Partner zu machen. Und unsere Partner dabei zu unterstützen, über sich selbst hinauszuwachsen. Wir konnten bis jetzt in jedem Land gute und vertrauenswürdige Organisationen identifizieren, die wir organisatorisch weiterentwickelten und die hervorragende Arbeit leisten.

Benedikt Metternich

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