Bessere Berufschancen für Jugendliche in Uganda

Mit der Unterstützung von ICEP hat Cowa VTC die Schweißer-Ausbildung neu aufgesetzt – mit Erfolg.

Berufsbildung mit Job-Perspektive

Im Jahr 2016 startete Cowa VTC die Schweißerausbildung in der neuen Form: neben der 18-monatigen Ausbildung im Berufsbildungszentrum sieht sie auch ein 6-monatiges Betriebspraktikum vor. John Koeber war einer von 7 Absolventen aus dem Jahr 2017 – und ist heute glücklich, mit seinen 22 Jahren eine gut bezahlte, feste Anstellung zu haben. Das von Indern geführte Unternehmen Jagdev übernahm ihn nach dem Praktikum.

Erfolgreiche Neuausrichtung der Ausbildung bei Cowa VTC

Gute Schweißer sind angesichts der guten Entwicklung der Bauindustrie in Uganda gesucht. Die neue zweijährige Schweißerausbildung ist ein Ergebnis der Zusammenarbeit von Cowa VTC mit ICEP. Im Rahmen des von der Austrian Development Agency kofinanzierten Programms SWEAR unterstützt ICEP seit Anfang 2015 das Berufsbildungszentren in Kampala zusammen mit 7 anderen Berufsbildungszentren in Kenia und Uganda dabei, sein Ausbildungsangebot zu überarbeiten und am Arbeitsmarkt nachgefragte Ausbildungen anzubieten.

2017 haben 31 Jugendliche die Schweißerausbildung begonnen, 2018 folgt der nächste Kurs in dieser Größe. Jedes Jahr kommen auch neue Unternehmen dazu, bei denen die Jugendlichen das Berufspraktikum absolvieren können. Viele Jugendliche werden von diesen Unternehmen dann auch angestellt. Die Neuausrichtung der Schweißer-Ausbildung zeigt demnach bereits große Erfolge.

Neben der 2-jährigen Schweißerausbildung bietet Cowa VTC auch einen 5-monatigen Kurs für knapp 100 Jugendliche an, die im informellen Sektor, im sogenannten Jua Kali Bereich, arbeiten. Die zusätzliche Qualifikation soll ihnen helfen, besser bezahlte Jobs im Bausektor zu finden. Darüber hinaus bildet Cowa VTC derzeit 27 Agronomen und 21 Tischler aus – alle mit guten Job-Perspektiven.

Die 2-jährige Schweißerausbildung bei COWA VTC

%

Anteil der Absolventen mit fester Anstellung

Jugendliche, die 2018 in Ausbildung stehen

%

Ausbildungszeit, die bei bei Unternehmen verbracht wird

Anzahl der Unternehmen, die 2017 die Kooperation starteten

ICEP und SWEAR

Seit 1999 arbeitet ICEP in Ostafrika im Bereich der Berufsbildung. Im Rahmen des von der Austrian Development Agency kofinanzierten Programms SWEAR (Skills and Work are East Africa’s Resource) unterstützt ICEP seit Anfang 2015 konkret acht ausgewählte Berufsbildungszentren in Nairobi und Kampala dabei, ihr Ausbildungsangebot zu überarbeiten und am Arbeitsmarkt nachgefragte Ausbildungen anzubieten. Unter anderem werden die didaktischen und pädagogischen Strukturen verbessert, Life-skills in das Lehrangebot integriert und die Zusammenarbeit mit Unternehmen und öffentlicher Verwaltung ausgebaut. ICEP setzt zudem auf den Austausch von Know-how zwischen den Ausbildungszentren, um die Qualität der Berufsbildung in der Projektregion langfristig zu sichern.

Im Rahmen von SWEAR hat Cowa VTC seine Ausbildungsprogramme erfolgreich auf den Bedarf der Wirtschaft ausgerichtet – nur so können Jugendlichen echte Job-Perspektiven geboten werden. Chrispine Wanya, die Cowa VTC seit 2015 leitet, unterstreicht, wie stark ihre Arbeit vom Know-how Austausch mit anderen Berufbildungszentren profitiert hat. Ohne die Netzwerkbildung mit den anderen ICEP-Partnern hätten sie nicht den Zugang zu Unternehmen gefunden. „Ständig kommen weitere Unternehmen dazu, die mit uns in der Berufsbildung kooperieren möchten. Ohne SWEAR wäre das alles nicht möglich.“

SWEAR helped us to focus on the institutional development plan. We were pushed to write clearly the mission and the vision. We also did a market survey, which helped us to redesign courses. We learned from entrepreneurs and plant managers that soft skills are missing.

Guiseppe Valerio

Advisor, St. Kizito Kenya

One of our teachers has been to Nairobi three times. She was able to show us what she has learnt. ICEP has also always emphasised the collaboration with enterprises and they keep spreading the gospel, so I know in future we will have even more collaboration with the private sector.

Guinqo Hilaire

Principal, SYC Uganda

The SWEAR project brings together various institutions, which work in the same field and have the same goals for our beneficiaries. We make visits of other vocational training centers and exchange experiences and learn from each other. For me that’s the big win with SWEAR.

Austine Omeno

Principal, ECT Kenya

Partner für Entwicklung

ICEP arbeitet in Entwicklungsländern in enger Kooperation mit Organisationen, die in der jeweiligen Region verwurzelt sind und mit denen es möglich ist, nachhaltige Ausbildungsstrukturen aufzubauen. Bei SWEAR hat ICEP ein Netzwerk von 8 Ausbildungszentren in Uganda und Kenia gebildet, die es einzeln und auch als Netzwerk unterstützt.

Bei der Auswahl seiner Partner verfolgt ICEP konsequent zwei Kriterien: Vetrauenswürdigkeit und Professionalität. Beides ist für ICEP gleich wichtig. Jede Zusammenarbeit basiert auf Vertrauen. Die gute Absicht allein reicht aber auch nicht. Alle 8 Partner für SWEAR besitzen neben der Vision von einer besseren Zukunft, echtem Engagement und Verantwortungsbewusstsein auch die organisatorischen Voraussetzungen und das technische Know-how, um Berufsbildung nachhaltig voranzutreiben.

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Peter, Elektriker

ICEP und Berufsbildung

ICEP gibt Jugendlichen in Entwicklungsländern durch Berufsbildung bessere Chancen auf Beschäftigung und Einkommen.

Ausrichtung der Ausbildung auf den Bedarf der Wirtschaft

Dabei geht es insbesondere um die Stärkung der Leistungsfähigkeit von Berufsbildungszentren, die Ausrichtung ihrer Ausbildungsangebote auf den Bedarf der Wirtschaft und die bessere Zusammenarbeit mit Unternehmen und öffentlicher Verwaltung. Die Einbindung von lokalen und internationalen Unternehmen in das lokale Berufsbildungssystem ist für ICEP ein besonders wirksamer Hebel, um mehr und bessere Beschäftigung in einer Region zu erreichen.

Ausbildung für Männer und Frauen im informellen Sektor

Eine zweite Zielrichtung der Arbeit von ICEP sind leistbare Qualifizierungsangebote für Männer und Frauen, die sich im – in Entwicklungsländern meist dominanten – informellen Sektor als Selbständige ihre Existenz sichern müssen.

Eine Schwierigkeit vieler Berufbildungszentren in Entwicklungsländern ist, dass die Perspektive der Absolventen auf eine bezahlte Arbeit oft sehr schlecht ist. Teils, weil es an Arbeit fehlt. Teils, weil die Qualität der Ausbildung nicht stimmt. In Nairobi und Kampala gibt es dank der wirtschaftlichen Entwicklung immer mehr Unternehmen, die Fachkräfte suchen. Es ist sehr befriedigend zu sehen, wie es die Berufsbildungszentren in unserem SWEAR-Programm immer besser schaffen, ihre Ausbildungsqualität auf den Bedarf der Wirtschaft auszurichten. Und damit vielen Jugendlichen eine echte Chance auf eine bessere Zukunft geben können.

Benedikt Metternich

ICEP Entwicklungsprogramm

Unser Finanzierungspartner

Wir danken auch allen unseren Privatspendern, die unser Berufsbildungsprogramm unterstützen!

Capacity Development

Capacity Buildung von Partnerorganisationen ist Teil des ICEP-Entwicklungsprogramms. ICEP unterstützt seine lokalen Partner dabei, Management und Strukturen zu professionalisieren und hilft beim Aufbau regionaler Partnernetzwerke. ICEPs Capacity Buildung-Ansatz zielt darauf ab, die organisatorische und finanzielle Eigenständigkeit der Partner zu fördern und damit die Nachhaltigkeit ihrer Entwicklungsarbeit zu sichern.

Organisationsentwicklung: ICEP leistet Strategieberatung und fördert die Mitarbeiter von Partnerorganisationen durch Weiterbildungsmaßnahmen.

Partizipative Implementierung: Die gemeinsame Planung und Umsetzung von Projekten erzeugt für die Partnerorganisation einen wichtigen Mehrwert. So regt ICEP im Rahmen der Zusammenarbeit institutionelle Lernprozesse an, entwickelt gemeinsame Expertise und hilft, langfristig tragfähige Strukturen aufzubauen.

Know-how Transfer: ICEP identifiziert ähnliche Problemstellungen in unterschiedlichen Regionen, vernetzt Partner im Rahmen von Süd-Süd Kooperationen oder von institutionalisiertem Austausch und bringt deren Know-how in neuen Projekten zur Anwendung.

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