ICEP treibt Berufsbildung in Ostafrika voran

Evaluierung belegt, dass Know-how Transfer unter Berufsbildungszentren funktioniert.

Herausforderung Berufsbildung in Ostafrika

Sowohl in Uganda als auch in Kenia sind ca. 60% der Bevölkerung unter 24 Jahre. Es gibt in beiden Ländern eine flächendeckende Grundschulausbildung, die Berufsbildungsangebote sind aber völlig unzureichend. Daher leidet Ostafrika nicht nur unter massivem Fachkräftemangel, es gibt speziell für Jugendliche generell nur geringe Berufs- oder gar Aufstiegschancen.

SWEAR: Skills and Work are East Africa’s Resource

ICEP arbeitet in Ostafrika im Bereich der Berufsbildung seit über 10 Jahren. Im Rahmen des von der Austrian Development Agency kofinanzierten Programms SWEAR unterstützt ICEP seit Anfang 2015 konkret acht ausgewählte Berufsbildungszentren in Nairobi und Kampala dabei, ihr Ausbildungsangebot zu überarbeiten und am Arbeitsmarkt nachgefragte Ausbildungen anzubieten. Unter anderem werden die didaktischen und pädagogischen Strukturen verbessert, Life-skills in das Lehrangebot integriert und die Zusammenarbeit mit Unternehmen und öffentlicher Verwaltung ausgebaut. ICEP setzt zudem auf den Austausch von Know-how zwischen den Ausbildungszentren, um die Qualität der Berufsbildung in der Projektregion langfristig zu sichern.

Berufsbildung in Kenia und Uganda

Neu aufgestellte oder verbesserte Ausbildungskurse

Jugendliche, die 2016 ausgebildet wurden

Berufsbildunglehrer, die 2016 fortgebildet wurden

%

Reduktion der Drop-out Rate während der Ausbildung

Programm-Evaluierung

Im August 2017 wurde ICEPs Berufsbildungsansatz für Kenia und Uganda und die bisher erzielten Ergebnisse von SWEAR von der auf internationale Entwicklungsprojekte spezialisierte Beratungsfirma Forcier Consulting evaluiert. Der 80-seitige Abschlussbericht der Evaluierung wurde am 13. September der Austrian Development Agency präsentiert.

Die Evaluatoren unterstrichen die Relevanz des Ansatzes und die Effektivität und Effizienz von SWEAR. Besonders positiv wurde die Bildung des Netzwerks von führenden lokalen Berufbildungszentren zum Austausch von Know-how, für das gemeinsame Lobbying bei Ministerien und für die Zusamenarbeit mit Unternehmen beurteilt. Die zentrale Schlussempfehlung der Evaluatoren: Fortsetzung von SWEAR zumindest bis Ende 2020!

SWEAR helped us to focus on the institutional development plan. We were pushed to write clearly the mission and the vision. We also did a market survey, which helped us to redesign courses. We learned from entrepreneurs and plant managers that soft skills are missing.

Guiseppe Valerio

Advisor, St. Kizito Kenya

One of our teachers has been to Nairobi three times. She was able to show us what she has learnt. ICEP has also always emphasised the collaboration with enterprises and they keep spreading the gospel, so I know in future we will have even more collaboration with the private sector.

Guinqo Hilaire

Principal, SYC Uganda

The SWEAR project brings together various institutions, which work in the same field and have the same goals for our beneficiaries. We make visits of other vocational training centers and exchange experiences and learn from each other. For me that’s the big win with SWEAR.

Austine Omeno

Principal, ECT Kenya

Partner für Entwicklung

ICEP arbeitet in Entwicklungsländern in enger Kooperation mit Organisationen, die in der jeweiligen Region verwurzelt sind. Bei SWEAR hat ICEP ein Netzwerk von 8 Ausbildungszentren in Uganda und Kenia gebildet, die es einzeln und auch als Netzwerk unterstützt.

Bei der Auswahl seiner Partner verfolgt ICEP konsequent zwei Kriterien: Vetrauenswürdigkeit und Professionalität. Beides ist für ICEP gleich wichtig. Jede Zusammenarbeit basiert auf Vertrauen. Die gute Absicht allein reicht aber auch nicht. Alle 8 Partner für SWEAR besitzen neben der Vision von einer besseren Zukunft, echtem Engagement und Verantwortungsbewusstsein auch die organisatorischen Voraussetzungen und das technische Know-how, um Berufsbildung nachhaltig voranzutreiben.

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ICEP und Berufsbildung

ICEP gibt Jugendlichen in Entwicklungsländern durch Berufsbildung bessere Chancen auf Beschäftigung und Einkommen.

Ausrichtung der Ausbildung auf den Bedarf der Wirtschaft

Dabei geht es insbesondere um die Stärkung der Leistungsfähigkeit von Berufsbildungszentren, die Ausrichtung ihrer Ausbildungsangebote auf den Bedarf der Wirtschaft und die bessere Zusammenarbeit mit Unternehmen und öffentlicher Verwaltung. Die Einbindung von lokalen und internationalen Unternehmen in das lokale Berufsbildungssystem ist für ICEP ein besonders wirksamer Hebel, um mehr und bessere Beschäftigung in einer Region zu erreichen.

Ausbildung für Männer und Frauen im informellen Sektor

Eine zweite Zielrichtung der Arbeit von ICEP sind leistbare Qualifizierungsangebote für Männer und Frauen, die sich im – in Entwicklungsländern meist dominanten – informellen Sektor als Selbständige ihre Existenz sichern müssen.

Eine Schwierigkeit vieler Berufbildungszentren in Entwicklungsländern ist, dass die Perspektive der Absolventen auf eine bezahlte Arbeit oft sehr schlecht ist. Teils, weil es an Arbeit fehlt. Teils, weil die Qualität der Ausbildung nicht stimmt. In Nairobi und Kampala gibt es dank der wirtschaftlichen Entwicklung immer mehr Unternehmen, die Fachkräfte suchen. Es ist sehr befriedigend zu sehen, wie es die Berufsbildungszentren in unserem SWEAR-Programm immer besser schaffen, ihre Ausbildungsqualität auf den Bedarf der Wirtschaft auszurichten. Und damit vielen Jugendlichen eine echte Chance auf eine bessere Zukunft geben können.

Benedikt Metternich

ICEP Entwicklungsprogramm

Unser Finanzierungspartner

Wir danken auch allen unseren Privatspendern,
die unser Berufsbildungsprogramm unterstützen!

Capacity Development

Capacity Buildung von Partnerorganisationen ist Teil des ICEP-Entwicklungsprogramms. ICEP unterstützt seine lokalen Partner dabei, Management und Strukturen zu professionalisieren und hilft beim Aufbau regionaler Partnernetzwerke. ICEPs Capacity Buildung-Ansatz zielt darauf, die organisatorische und finanzielle Eigenständigkeit der Partner zu förden und damit die Nachhaltigkeit ihrer Entwicklungsarbeit zu sichern.

Organisationsentwicklung: ICEP leistet Strategieberatung und fördert die Mitarbeiter von Partnerorganisationen durch Weiterbildungsmaßnahmen.

Partizipative Implementierung: Die gemeinsame Planung und Umsetzung von Projekten erzeugt für die Partnerorganisation einen wichtigen Mehrwert. So regt ICEP im Rahmen der Zusammenarbeit institutionelle Lernprozesse an, entwickelt gemeinsame Expertise und hilft, langfristig tragfähige Strukturen aufzubauen.

Know-how Transfer: ICEP identifiziert ähnliche Problemstellungen in unterschiedlichen Regionen, vernetzt Partner im Rahmen von Süd-Süd Kooperationen oder von institutionalisiertem Austausch und bringt deren Know-how in neuen Projekten zur Anwendung.

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